KIsS - Wenn Künstliche Intelligenz den technischen Service revolutioniert: AFSMI als Wegbereiter für innovatives Netzwerkdenken
✨ Von der Idee zum Netzwerk – in nur 9 Monaten!
Was im Oktober letzten Jahres beim AFSMI Chapter-Meeting bei HEIDELBERG noch in kleiner Runde von Christoph Ziegler, Gerd Duffke, Sonja Kieffer-Radwan und Dieter Schönfeld angestoßen wurde, ist nun Realität: Das ZIM-Innovationsnetzwerk KIsS ist offiziell gestartet! 🚀
Umso größer unsere Freude, dass aus der ersten Idee jetzt ein lebendiges Netzwerk mit starken Partnern geworden ist – getragen von echtem Teamgeist, Innovationslust und dem klaren Ziel, Künstliche Intelligenz im technischen Service für den Mittelstand nutzbar zu machen.
Das Projekt wird finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Projektführung liegt bei der DIZ GmbH
Beim Kick-off im House of Living Labs am FZI wurde dieser Spirit spürbar: Inspirierende Impulse, offene Gespräche, spannende Workshops – und viele konkrete Anknüpfungspunkte für praxistaugliche KI-Lösungen rund um Predictive Maintenance, AR/VR im Service, Wissensmanagement und mehr.
Die Service-Landschaft steht vor einem fundamentalen Wandel. Was einst als rein reaktive "Reparatur-Tätigkeit" galt, entwickelt sich zur strategischen Säule moderner Industrieunternehmen. Doch während Großkonzerne bereits auf KI-gestützte Predictive Maintenance und intelligente Assistenzsysteme setzen, stehen kleine und mittelständische Unternehmen oft vor unüberwindbaren Hürden: begrenzte Ressourcen, fehlendes Know-how und der Mangel an praxistauglichen Lösungen.
Ein Netzwerk, das verbindet statt trennt
Genau hier setzt das neu gegründete KIsS-Netzwerk an – und verkörpert dabei die DNA des AFSMI wie kaum ein anderes Projekt. Als internationale Vereinigung mit Chapters in mehreren europäischen Ländern und Mitgliedsunternehmen aus den High-Tech-Branchen weltweit weiß der AFSMI: Innovation entsteht nicht im stillen Kämmerlein, sondern durch den lebendigen Austausch zwischen Visionären, Praktikern und Forschern.
"Das KIsS-Netzwerk ist die konsequente Umsetzung unserer Netzwerkphilosophie", erklärt AFSMI-Vize-Präsident Dieter Schönfeld. "Wir bringen mehrere Hundert Service Executives, Manager und Professionals aus Weltmarktführern und innovativen KMU zusammen – genau diese Vielfalt braucht es, um KI-Technologien erfolgreich zu implementieren."
Mehr als nur Technologie: Ein Ökosystem für Innovation
Das KIsS-Netzwerk vereint eine einzigartige Konstellation von Akteuren: Von der etablierten Smateso GmbH mit acht Jahren IT-Projekterfahrung über das KI-Champion-Start-up Reasonance GmbH bis hin zu Forschungsschwergewichten wie dem Fraunhofer IAO und dem InfAI Leipzig. Dazu kommen Industriepartner wie Trumpf Werkzeugmaschinen, die als assoziierter Partner wertvolles Marktverständnis einbringen.
Diese Diversität ist kein Zufall, sondern Programm. Die AFSMI hat in ihren Seminaren, Workshops und Konferenzen immer wieder erlebt: Die besten Lösungen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen. Während Forschungseinrichtungen wie die Hochschule Furtwangen mit Machine-Learning-Algorithmen und XR-Technologien experimentieren, sorgen Praxispartner wie die Mobile Function GmbH mit ihrer Low-Code-Plattform ENGINE4 dafür, dass Innovation auch tatsächlich ankommt – bei den KMU.
Von reaktiv zu proaktiv: KI als Service-Game-Changer
Die Vision des KIsS-Netzwerks spiegelt wider, was die AFSMI seit Jahrzehnten deutlich macht: Der Service der Zukunft ist proaktiv, datengetrieben und kundenorientiert. Statt auf Maschinenausfälle zu warten, ermöglichen KI-gestützte Condition-Monitoring-Systeme die vorausschauende Wartung. Anstelle kostspieliger Vor-Ort-Einsätze schaffen Augmented-Reality-Assistenzsysteme Remote-Support in Echtzeit.
"Wir erleben gerade den Übergang von der 'Lebensversicherung Service' zu 'Service als Innovationstreiber'", so Schönfeld. "KI macht den Unterschied zwischen einem Servicetechniker, der Probleme löst, und einem, der Probleme verhindert, bevor sie entstehen."
Praxisnähe als Erfolgsfaktor
Was das KIsS-Netzwerk von akademischen Forschungsprojekten unterscheidet, ist sein kompromissloser Fokus auf Praxistauglichkeit. Die entwickelten Lösungen müssen auch mit kleineren Datenmengen funktionieren, sich in bestehende IT-Landschaften integrieren lassen und – ganz wichtig – wirtschaftlich darstellbar sein.
Hier zahlt sich die AFSMI-Erfahrung aus: Als Herausgeber des aktuellen Buches "Services Management und Künstliche Intelligenz" verfügt der Verband über ein tiefes Verständnis der strategischen und operativen Herausforderungen, die KI-Implementierungen mit sich bringen. Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Netzwerkarbeit ein.
Synergien, die wirken
Das Besondere am KIsS-Ansatz ist die systematische Nutzung von Synergiepotenzialen. Während Smateso und Transaction-Network gemeinsam skalierbare Predictive-Maintenance-Lösungen entwickeln, sorgt Connecting Media für die notwendige IT-Sicherheit und DSGVO-Konformität. SquareNeo Solutions und Reasonance konzentrieren sich auf intuitive Diagnosetools, während das FZI ressourcenoptimierte Deployment-Strategien erforscht.
"Diese Art der Zusammenarbeit ist es, was Netzwerke von einfachen Projektkonsortien unterscheidet", betont Schönfeld. "Wir schaffen nicht nur gemeinsam Lösungen – wir schaffen ein Ökosystem, in dem sich die Partner gegenseitig stärken."
Blick in die Zukunft: Nachhaltigkeit durch Vernetzung
Das KIsS-Netzwerk ist auf Langfristigkeit angelegt. Bereits während der ersten Förderphase wird ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, das methodisch gestützt die nächsten Schritte für die Realisierung der Vision diskutiert. Die AFSMI bringt dabei ihre internationale Reichweite ein, um globale Perspektiven und Best Practices aus anderen Märkten zu integrieren.
Mit ihren etablierten Kommunikationskanälen – von Fachkonferenzen bis hin zu digitalen Formaten – wird die AFSMI dafür sorgen, dass die Erkenntnisse des KIsS-Netzwerks nicht im Verborgenen bleiben, sondern die gesamte Service-Community erreichen.
Ein Netzwerk für die Service-Zukunft
Das KIsS-Netzwerk steht exemplarisch für das, was die AFSMI seit ihrer Gründung antreibt: Die Überzeugung, dass Innovation dann am wirkungsvollsten ist, wenn sie geteilt wird. In einer Zeit, in der KI die Arbeitswelt fundamental verändert, braucht es mehr denn je Plattformen des Austauschs, des Lernens und der gemeinsamen Entwicklung.
"Wir schaffen nicht nur KI-Lösungen für den technischen Service", fasst Schönfeld die Mission zusammen. "Wir schaffen die Grundlage dafür, dass KMU nicht nur Zuschauer der digitalen Transformation sind, sondern aktive Gestalter."
Das KIsS-Netzwerk ist damit mehr als ein Förderprojekt – es ist ein Statement für die Kraft kollektiver Innovation und ein Musterbeispiel dafür, wie Netzwerkdenken die Zukunft des technischen Service prägt.
Das ZIM-Innovationsnetzwerk "KIsS - Künstliche Intelligenz im technischen Service" startet im Juli 2025 mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich über die KIsS-LinkedIn Seite informieren und am Netzwerkaufbau teilhaben.
Anfragen über info@afsmi.de
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Bilder und Abbildungen
Quelle: KIsS kick-Off Meeting in Karlsruhe am 30. Juli 2025