𝗦𝗲𝗿𝘃𝗶𝗰𝗲𝗶𝗻𝗻𝗼𝘃𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝘁𝗿𝗶𝗳𝗳𝘁 𝗪𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁 – 𝟭. 𝗣𝗿𝗮𝘅𝗶𝘀𝗳𝗼𝗿𝘂𝗺 𝗦𝗲𝗿𝘃𝗶𝗰𝗲𝘁𝗲𝗰𝗵𝗻𝗼𝗹𝗼𝗴𝗶𝗲 𝗮𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗛𝗼𝗰𝗵𝘀𝗰𝗵𝘂𝗹𝗲 𝗙𝘂𝗿𝘁𝘄𝗮𝗻𝗴𝗲𝗻!
Impressionen
⇒ Fotos: Maximilian deGeus, Jörg Fischbach und Dieter Schönfeld
Praxis-Forum Servicetechnologie: Gemeinsam die Zukunft des industriellen Service gestalten
An der Hochschule Furtwangen trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Unternehmenspraxis zum 1. Praxis-Forum Servicetechnologie. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Studiengangs Sales & Service Engineering (SEM) statt und setzte ein Zeichen für die Bedeutung des Austauschs zwischen Hochschule und Industrie.
Für den AFSMI ist die Veranstaltung zugleich ein besonderer Meilenstein: Mit der Hochschule und dem Studiengang verbindet den Verband eine langjährige Partnerschaft, die über viele gemeinsame Veranstaltungen, fachlichen Austausch und die kontinuierliche Begleitung der Entwicklung des Servicemanagements gewachsen ist.
Im Mittelpunkt des neuen Veranstaltungsformats stehen praxisnahe Werkzeuge und digitale Tools für den Service. Wie lassen sich Serviceprozesse effizienter gestalten? Wie können digitale Lösungen Mitarbeitende im Arbeitsalltag gezielt unterstützen und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit verbessern? Anhand konkreter Anwendungsfälle und Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis bot das Forum Gelegenheit, diese Fragen gemeinsam zu beleuchten und den Nutzen moderner Servicetechnologien kritisch zu diskutieren.
Mit dem Praxis-Forum möchte der AFSMI eine zusätzliche Plattform für den Wissenstransfer zwischen Unternehmen, Hochschule und Serviceverantwortlichen schaffen. Das erste Forum bildet dafür den Auftakt. Ziel ist es, das Format gemeinsam mit den Partnern weiterzuentwickeln und als Reihe zu etablieren, die den Austausch über innovative Lösungen und die praktische Weiterentwicklung des Servicemanagements nachhaltig fördert.
Spannende Impulse aus Industrie und Forschung
- Anton Feld | KARL STORZ: Servitization bedeutet mehr als Reparatur. Gerade in der Medizintechnik stehen die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Produkten im Vordergrund – mit direkten Auswirkungen auf die Qualität der Patientenversorgung.
- Marc Schuler | Scherzinger Pumpen GmbH & Co. KG: Predictive Maintenance muss nicht komplex sein. Ein regelbasiertes Vier-Quadranten-Modell zeigt, wie vorhandene Daten zur Verschleißanalyse genutzt und daraus Wettbewerbsvorteile geschaffen werden können.
- Nick Tugarin | Zentrum für industrienahe Dienstleistungen: Von KI-Avataren im Kundenkontakt bis zu KI-generierten Maschinenschulungen – praxisnahe Forschungsprojekte verdeutlichten das Potenzial künstlicher Intelligenz für industrielle Dienstleistungen.
- Katharina Kensy | B. Braun Gruppe: Vom Produkt zum vernetzten Ökosystem. Die Integration von Geräten, Software, Daten und Services schafft die Grundlage für skalierbare, kundenorientierte Servicelösungen.
Technologien hautnah erleben
Bei der Laborführung und im Workshop erhielten die Teilnehmenden Einblicke in humanoide Robotik, KI-gestützte Montageassistenz und Augmented Reality. Gemeinsam wurden konkrete industrielle Einsatzmöglichkeiten humanoider Roboter diskutiert.
Förderung der AR-Forschung
10 AR-Brillen (Google Lenses) wurden während der Veranstaltung durch den AFSMI an die HFU übergeben. Die Brillen stammen aus dem Netzwerk des AFSMI. Damit möchten wir innovative Technologien frühzeitig in Forschung und Lehre integrieren und den Praxistransfer fördern. Wie Jürgen Plessing in seiner Videobotschaft betonte: „AR im Service war nie ein Hardwarethema, sondern ein Prozessthema.“
25 Jahre MBA Sales & Service Engineering
Das Jubiläum unterstrich den Wert der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie. Eine Alumna bestätigte: Auch zehn Jahre nach dem Abschluss sind die Studieninhalte relevant und werden im Unternehmensalltag angewendet. Ein starkes Zeichen für die Praxisnähe des Studiengangs!
Fazit
Die Zukunft des Service entsteht im Zusammenspiel von Wissenschaft, Industrie und innovativen Technologien.
Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieses neuen Formats!