AFSMI schon zum 7. Mal Partner der RSS
Impressionen
⇒ Fotos: Julian Kemmer, Alexander Gorovoj und Dieter Schönfeld
Rethinking Smart Services Vol. 7 – Digitalisierung wird zum konkreten Servicegeschäft
Technologie verändert die industrielle Servicewelt – aber erst das Zusammenspiel von Technologie, Menschen, Prozessen und Geschäftsmodellen schafft echten Mehrwert. Das wurde beim diesjährigen Rethinking Smart Services Vol. 7 am 22. September auf der Insel Mainau eindrucksvoll deutlich.
Als Mitveranstalter war der AFSMI German Chapter e.V. gemeinsam mit dem Zentrum für industrienahe Dienstleistungen und cyberLAGO Gastgeber eines Nachmittags, der ganz im Zeichen der digitalen Transformation industrieller Services stand. Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die für die Weiterentwicklung von digitalen Dienstleistungen mit Bezug zu Industrieprozessen und Produkten verantwortlich sind.
Von der Idee zur konkreten Anwendung
Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, die für Serviceorganisationen zunehmend relevant werden. Dabei ging es nicht nur um die Frage, was technologisch möglich ist, sondern vor allem darum, welchen konkreten Beitrag neue Technologien zum Servicegeschäft leisten können.
Den Auftakt bildete Künstliche Intelligenz in der industriellen Softwareentwicklung. Kerstin Stier von engomo zeigte, wie sich Entwicklungsprozesse durch promptgestützte Umsetzung verändern können – und warum dabei Prozesswissen, Governance, Integration und Wartbarkeit weiterhin eine entscheidende Rolle spielen.
Ein weiterer Impuls widmete sich der Frage, wie sich der Erfolg digitaler Services überhaupt messen lässt. Meike Vogt von doubleSlash stellte klassische Kennzahlen auf den Prüfstand und zeigte auf, welche Aspekte bei digitalen, nutzungsorientierten Services zusätzlich berücksichtigt werden müssen.
Digitalisierung mit konkretem Mehrwert für die Industrie
Johannes Feik von Allianz Industrie 4.0 BW (VDMA) und Dr. Miriam Schleipen von EKS InTec zeigten anschließend anhand verschiedener Anwendungsfelder, wie Digitalisierungslösungen entlang des gesamten Lebenszyklus einer Maschine Mehrwert schaffen können. Virtuelle Anlagen, virtuelle Sensoren und virtuelle Inbetriebnahmen bieten dabei Möglichkeiten, Transparenz zu erhöhen, Entwicklungszeiten zu verkürzen und Optimierungspotenziale zu erschließen.
Gerade diese Verbindung von Technologie und praktischer Anwendung machte den Charakter von Rethinking Smart Services aus: Es ging nicht um Digitalisierung als Selbstzweck, sondern um die Frage, wie aus technologischen Möglichkeiten bessere Services und neue Wertschöpfung entstehen können.
Wissen teilen, ausprobieren und diskutieren
Ein besonderer Bestandteil des Nachmittags waren die anschließenden Workshops, Open-Space-Sessions und Demonstratoren. Die Teilnehmenden konnten unter anderem diskutieren, wie Enterprise Content Management zum Produktivitätsmotor werden kann, wie sich KI-Potenziale systematisch identifizieren lassen, welche Möglichkeiten immersive Schulungsvideos bieten und wie prädiktive Diagnosen mit automatisierten Handlungsempfehlungen umgesetzt werden können.
Damit wurde ein wesentliches Anliegen des AFSMI sichtbar: Wissen nicht nur vermitteln, sondern Erfahrungen teilen, miteinander diskutieren und voneinander lernen.
Service Excellence braucht Vernetzung
Für den AFSMI ist genau dieser Austausch ein wichtiger Bestandteil von Service Excellence. Die digitale Transformation eröffnet enorme Möglichkeiten für neue Services, effizientere Prozesse und innovative Geschäftsmodelle. Gleichzeitig stellen sich für Unternehmen neue Fragen:
- Wie wird aus einer technologischen Innovation ein echter Kundennutzen?
- Welche Kennzahlen brauchen digitale Services?
- Wie verändern KI und Automatisierung die Arbeit im Service?
- Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen daraus?
- Und welche Rolle spielen dabei weiterhin die Menschen?
Rethinking Smart Services schafft Raum, diese Fragen gemeinsam zu diskutieren – über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg.
Der AFSMI bedankt sich bei allen Referentinnen und Referenten, Workshop-Leitern sowie den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die offenen Diskussionen und den wertvollen Erfahrungsaustausch.
Unser Fazit: Smart Services sind weit mehr als neue Technologien. Sie entstehen dort, wo technologische Möglichkeiten, Kundenbedarf, Servicekompetenz und unternehmerisches Denken zusammenkommen.
Und genau deshalb lohnt es sich, Service immer wieder neu zu denken.
Die Fachvorträge können heruntergeladen werden (nur für AFSMI Mitglieder).
Veranstaltungsseite: Rethinking Smart Services
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21. September 2027 für die Rethinking Smart Services Vol. 8 vormerken